Wenn eine chemische Reaktion einen Gleichgewichtszustand erreicht, bleibt die Dichte der Reaktanten und Produkte unbegrenzt stabil, nur wenn die Bedingungen des Systems fest bleiben. Wenn sich jedoch einer von ihnen ändert, entwickelt das System einen neuen Gleichgewichtszustand mit der daraus resultierenden Variation. Alle diese Beobachtungen wurden berücksichtigt, um das Prinzip von Le Chatelier zu entwickeln.
Dieses Postulat wurde erstmals 1884 von der Chemikerin Henri-Louise Le Chatelier formuliert, die es zur Bewertung der Folgen dieser Veränderungen verwendete.
Das Prinzip von Le Chatelier legt fest, dass: Wenn eine Variation unter einer der in einem Gleichgewichtssystem vorhandenen Bedingungen auftritt, das System das Gleichgewicht wieder herstellt und die Ursache zurückweist, die die Variation verursacht hat.
Im Folgenden sind einige der Ursachen aufgeführt, die zu einer Veränderung des chemischen Gleichgewichts führen können:
- Variation in Druck: eine Druckänderung wird nur das Gleichgewicht beeinflussen, wenn einige gasförmige Substanz an der Reaktion beteiligt. Druckänderungen wirken sich nicht wesentlich auf die Konzentration von Flüssigkeiten oder Feststoffen aus, da diese normalerweise nicht komprimiert werden. In Gasen jedoch, wenn relevante Änderungen auftreten.
- Temperaturschwankungen: Ein Temperaturanstieg bewirkt, dass das Gleichgewicht auf die Wärmeaufnahme gerichtet ist und somit dem Temperaturanstieg entgegenwirkt. Wenn die Temperatur sinkt, verschiebt sich das Gleichgewicht so, dass das System Wärme abgibt.
- Variation in der Konzentration: Wenn die Konzentration eines Stoffes zunimmt, entwickelt sich das Gleichgewicht und verringert die vorhandene Menge dieses Stoffes. Wenn nun die Konzentration abnimmt, bewegt sich das Gleichgewicht in Richtung der Erzeugung dieser Substanz, dh das System entwickelt sich und ermöglicht das Auftreten einer größeren Menge der Substanz, deren Konzentration verringert wurde.